Eine repräsentative Emnid-Umfrage zeigt, dass mit dem in Kraft treten des Rauchverbots fast die Hälfte der Raucher ihren Tabakkonsum einschränken bzw. ganz aufgeben wollen.
Die weiteren Ergebnisse der Umfrage:
* Im Schnitt raucht ein deutscher Raucher 89 Zigaretten (5,5 Schachteln) in der Woche und gibt dafür über 20 Euro aus. Männer rauchen eine Schachtel in der Woche mehr als Frauen. Erstaunlich hoch ist der Zigarettenkonsum bei den über 60-Jährigen: hier gehen 111 Zigaretten in der Woche in Rauch auf.
* Knapp ein Drittel der Männer (32 Prozent) und 27 Prozent der Frauen in Deutschland konsumieren zurzeit Tabakprodukte. Mit 40 Prozent liegt der größte Anteil der Raucher in der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen.
* Fast die Hälfte der Raucher möchte den Tabakkonsum aufgrund des bevorstehenden Rauchverbotes zumindest einschränken (48 Prozent), wovon 12 Prozent ihr Laster sogar ganz aufgeben wollen.
* Den meisten Rauchern wird ihre Zigarette bei geselligen Anlässen zu einem Bier oder Wein fehlen (66 Prozent). Unter den Frauen sind es sogar 87 Prozent, die glauben, in solchen Momenten das Rauchen zu vermissen. Männer hingegen haben am ehesten zu einer Tasse Kaffee das Verlangen nach einer Zigarette (62 Prozent). Die „Zigarette danach“ vermissen nur 8 Prozent der Raucher.
* Raucher werden ihren Tabakkonsum am wenigsten in Situationen einschränken, in denen Konzentration gefordert ist (46 Prozent). Das betrifft insbesondere Raucher im Alter von 40-49 Jahren (52 Prozent). Aber auch bei Stress würde nur jeder zweite der 40- bis 49-Jährigen seine Sucht einschränken.
Repräsentative Umfrage durch TNS Emnid Medien- und Sozialforschung GmbH. Befragt wurden 1.000 Deutsche ab 18 Jahren. Die Befragung erfolgte telefonisch im Zeitraum vom 17. bis 18. Juli 2007.